108. Großes Orgelkonzert Prof Naji Hakim, Paris - am 26.März 2017 / 17:00 Uhr

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Auftragskomposition „Ein Haus voll Glorie schauet“ Welturaufführung Veranstalter: Förderkreis Orgel und Orgelmusik an St. Nikolaus Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim; Institut Français, Frankfurt Deutsch-Französische Gesellschaft P  r  o  g  r  a  m  m JOHANN SEBASTIAN BACH 1685 - 1750 Praeludium und Fuge h-Moll, BWV 544 NAJI HAKIM geb. 1955 Bach-orama Orgelfantasie über Themen von J. S. Bach (Weltpremiere 21.3. 2004) LOUIS-NICOLAS CLÉRAMBAULT 1676 - 1749 Suite du 2e ton Plein jeu,  Duo, Trio,  Basse de Cromorne,  Flûtes,  Récit de nazard, Caprice sur les Grands Jeu NAJI HAKIM Prélude, Choral et Danse CÉSAR FRANCK 1822 - 1890 Prélude, Fugue, Variation NAJI HAKIM Variationen über „Ein Haus voll Glorie schauet“ Auftragskomposition mit Weltpremiere zum 50-jährigen Jubiläum der St. Nikolaus-Kirche NAJI HAKIM Improvisation über gegebene Themen Naji Subhy Hakim Seit nunmehr 30 Jahren ist Naji Subhy Paul Irénée Hakim einer der bedeutendsten Repräsentanten der großen französischen Tradition von Organisten, Komponisten und Improvisatoren. Geboren wurde er 1955 in Beirut (Libanon). Er studierte Orgel und Improvisation bei Jean Langlais und absolvierte ein Examen für Orgelunterricht am Trinity College of Music in London. Anschließend studierte er am Conservatoire National Supérieur in Paris in den Klassen von Roger Boutry, Jean-Claude Henry, Marcel Bitsch, Rolande Falcinelli. Jacques Castérède und Serge Nigg und erziehlte dort sieben Erste Preise. Darüber hinaus erhielt er Preise bei inter-nationalen Orgelwettbewerben in Haarlem, Beauvais, Lyon,  Nürnberg, St. Albans, Straßburg und Rennes. Als Komponist gewann er den Wettbewerb „Amis de l’orgue“ für seine Symphonie en Trois Mouvements (Paris 1984) und den Ersten Preis beim International Composition Competition for organ in memory of Anton Heiller. 1991 wurde ihm der „Prix de Compo-sition Musicale André Caplet“ der Académie des Beaux-Arts verliehen. Sein Werk umfaßt kammer-musikalische, symphonische und vokale Kompositio-nen. Er ist sehr gefragt als Solokünstler, Improvisator und Lehrer. Seine zahlreichen Engagements für Konzerte und Meisterklassen führen ihn rund um den Globus. Von 1985 bis 1993 war Hakim Organist der Basilika Sacré Cœur in Paris, bevor er Olivier Messiaen als Organist der Église de la Trinité nachfolgte. Als Theorieprofessor wirkt er am Conservatoire National de Région de Boulogne-Billancourt und ist Gastpro-fessor an der Royal Academy of Music in London. Er ist Mitglied der Consociatio internationalis Musicae Sacrae in Rom; 2002 wurde ihm der Doktortitel „honoris causa“ der Saint-Esprit-Universität in Kas-lik, Libanon, verliehen. Obendrein ist er Absolvent und staatlich diplomierter Ingenieur der École Natio-nale Supérieure de Télécommunications in Paris. Der Komponist über sein Werk „Bach-orama“: Die 2004 zum ersten Mal zu Bachs Geburtstag am 21. März öffentlich aufgeführte Komposition ent-wickelt als Fantasie für Orgel verschiedene aus dem Werk J. S. Bachs entnommene Themen (28). Die thematische Reihenfolge bewirkt unterschiedliche metrische, kontrapunktische oder vom Ausdruck her geprägte Strukturen, die sich in Form einer Rhap-sodie äußern. Dem königlichen Thema aus dem „Musikalischen Opfer“ folgt eine fugenartige Ent-faltung des „Kyrie“ aus der Messe in h-Moll. Beide Themen erscheinen an zentraler Stelle im Stück als Höhepunkte einer Huldigung für Joh. Seb. Bach. Notiz des Komponisten über die Variationen: Die Choralmelodie wird zunächst mit ausdrucksvollen und kompakten Harmonien vorgestellt, dann folgen die Variationen, beginnend mit einem stürmischen einstimmigen Perpetuum mobile im Tutti, ei-nige Triolenvariationen mit  melodisch-ornamentalen und klanglichen Veränderungen des Chorals, eine verzierte Variation mit Kornett-Registrierung, eine Choraldeklamation im Pedal "en taille" mit fließenden Arpeggien auf den Manualen, eine vierstimmige Harmonisierung (Vox humana) und eine Toccata mit mehreren gegensätzlichen Satztechniken, die das Werk kraftvoll und freudig (con fuoco) beschließt.