Konzerte - Förderkreis für Orgel und Orgelmusik an St. Nikolaus - Bergen Enkheim

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Forderkreis für Orgel und Orgelmusik an St. Nikolaus - Bergen Enkheim Seit 1984 verfügt die kath. St. Nikolaus - Kirche in Bergen-Enkheim über eine Orgel, die von einem Mäzen gestiftet und von der traditionsreichen Firma Förster & Nicolaus, Lich, erbaut wurde. Das Instrument besitzt 52 Register auf vier Manualen und Pedal und zählt damit zu den größten Orgeln in Frankfurt und Umgebung. Schon bald nach der Fertigstellung gründeten im März 1985 Musikfreunde aus der Gemeinde den Förderkreis Orgel und Orgelmusik an St. Nikolaus mit dem Ziel, die klanggewaltige Orgel auch für Konzerte zu nutzen. Die Begeisterung an virtuoser Orgelmusik wird dabei als Lob Gottes angesehen. Seit 2002 ist eine zweite Orgel mit 18 Registern fertiggestellt und ermöglicht die Darstellung der vielfältigen Literatur für zwei Orgeln. Mit insgesamt 70 Registern ist die Orgelanlage in St. Nikolaus eine der größten in Hessen (Gesamtanzahl aller Pfeifen: 4784). Bis heute haben 97 große Konzerte stattgefunden (121 Musikveranstaltungen insgesamt) und sind damit ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in dieser Region geworden. Unser Konzept sieht zurzeit jährlich vier Konzerte vor, in denen ausschließlich Künstler mit internationalem Renommee spielen. Die nächsten großen Konzerte 23. Juni 117. Großes Orgelkonzert Sonntag, 19.30 Uhr Lidia Ksiazkiewicz, Strassburg und Kathedrale Laon In Zusammenarbeit mit der Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Schirmherr: Klaus Sturmfels, 1. Vorsitzender der DPG Empfang hinter der St. Niklaus-Kirche Karten für diese außergewöhnlichen Konzerte sind erhältlich in Bergen-Enkheim Pfarrbüro Barbarossastraße 59 Geschäftsstelle des Förderkreises, Nordring 71 In den beiden Filialen der Frankfurter Volksbank oder über unsere web-site: www.orgelkonzerte-st-nikolaus.de oder telefonisch über 0 61 09 / 2 36 40 Vorbestellte Karten müssen bis 20 Min. vor Konzertbeginn an der Abendkasse abgeholt werden. Noch einfacher ist die Zusendung Ihrer Karten, wenn Sie uns eine Adresse zukommen lassen und Sie den Betrag und Rückporto auf unser Konto bei der Frankfurter Volksban überweisen. IBAN: DE31 5019 0000 0006 0466 49 BIC: FFVBDEFF Nach Eingang Ihrer Zahlung erhalten Sie umgehend Ihre Karten zugesandt. Pressebericht zum 116. Großes Konzert (24. Februar 2019) Karneval der Tiere“ Camille Saint-Saëns Orgelfassung Lutz Brenner, Orgel, Bad Ems Petra Gerster, Moderation, ZDF Mainz Großes Orgelkonzert begeistert mit „Karneval der Tiere“ Das Nilpferd wird zum Kolibri Bergen-Enkheim (sh) Für die „fünfte Jahreszeit“ hatte der Förderkreis Orgel- und Orgelmusik an St. Nikolaus in Zusammenarbeit mit der Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim und dem Bergen-Enkheimer Ortsbeirat ein bestens passendes Programm zusammengestellt: Lutz Brenner spielte die Orgelfassung vom „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns. Moderatorin Petra Gerster verlas zwischen den einzelnen Sätzen der Komposition die humorvollen Verse aus der Feder von Volksschauspieler Michael Quast, die zusätzlich zur Musik lustige Bilder im Kopf entstehen ließen. Trotz schönstem Wetter war die Kirche voll besetzt. Erfreulich viele Kinder waren gekommen, um sich die wunderbaren Melodien anzuhören. Dem „Karneval der Tiere“ vorangestellt waren vier weitere Orgelstücke. Darunter „To Clarice“ von Nigel Ogden aus London, der als Theaterorganist tätig war und Stummfilme in Lichtspielhäusern an der Orgel begleitete. Entsprechend leichtfüßig und eingängig war das heitere Stückchen. Mit Humor war Lutz Brenner auch an seine Improvisation der Fastnachtshymne „Heile heile Gänschen“ herangegangen. Optimal eingestimmt auf den Höhepunkt des 116. Großen Orgelkonzerts in der St. Nikolaus-Kirche lauschten die Zuhörer gebannt der angenehmen Stimme von Petra Gerster und den kreativen Reimen, in denen jedes Tier in eine andere Rolle schlüpft. So sind die Löwen, die zu Beginn des Stücks majestätisch herangeschritten kommen, verkleidete Enten. Hinter den Masken der Hühner verbergen sich Affen und der Schildkrötenpanzer, der sich zu zeitlupenartigen Klängen eines Can-Cans dreht, wird von Ameisen geführt. Wunderbar zurückhaltend und gleichzeitig doch klar differenziert imitierte Gerster die verschiedenen Stimmen der Tiere. Besonders köstlich war das Streitgespräch zwischen Nilpferd und Kamel, die in „Das Vogelhaus“ den Tanz der Kolibris präsentierten. Über diese Vorstellung lachte manch einer noch auf dem Nachhauseweg. Die „hektischen“ Tiere, wie Maultiere oder Hühner, erforderten vom Organisten Lutz Brenner flinke Finger und Füße. Die Orgeltranskription des eigentlich als Kammerorchester-Suite komponierten Stückes stand dem Original in nichts nach dank des Klangreichtums der Förster & Nicolaus-Orgel. Besonders schön war der Einsatz des Zimbelsterns bei „Das Aquarium“, der die geschmeidigen Schwimmbewegungen der Fische (oder: Mäuse in kleinen Taucheranzügen) unterstrich. Als Zugabe durfte noch einmal der elegante Schwan (verkörpert von einem Schwein) über den See gleiten. Tosender Applaus und jede Menge Gesprächsstoff beim gemütlichen Empfang vor der Kirche bildeten den Abschluss der rundum gelungenen Vorstellung.
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